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Die ersten neuen Sorten nach der Einführung der Azalee in Europa wurden um das Jahr 1830 durch Kreuzung und Aussaat gewonnen. So wurde schon sehr früh ein Sortiment von etwa 90 Sorten aufgebaut. Einen stürmischen Aufschwung nahm die Azaleenzüchtung ab dem Jahre 1850 als neue Wildformen der Azalee eingeführt und mit den schon neuen Sorten gekreuzt wurden. Seit diesem Zeitpunkt haben vor allem belgische, niederländische und deutsche Züchter das Sortiment der Azalee erweitert und durch ihr Fachwissen auch immer weiter verbessert. So können wir heute auf ein großes und brauchbares Azaleensortiment von über 500 Sorten schauen. Im Handel befindet sich heute ein vielseitiges Sortiment von etwa 100 Sorten in den Farbspektren Violett, Flieder, Rot, Rosa, Lachsrosa, Weiß und Zweifarbige in vielen Kombinationen. Diese sind noch unterteilt in Sorten mit gefüllter und einfacher sowie großer und kleiner Blüte. |
Die Kunst der Züchtung liegt darin, Züchtungsziele wie eine faszinierende Blütenfarbe, eine lange Blühdauer sowie eine gute Wüchsigkeit in einer Azalee zu vereinen. Von der Bestäubung der Blüte bis zum Erhalt einer neuen Azaleensorte vergehen hierbei etwa 10 Jahre in der die Sorte vielen Prüfungen von Fachleuten unterzogen wird. Hat sie in dieser Zeit alle Anforderungen erfüllt so wird sie mit in das Azaleensortiment aufgenommen. |
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Bild 1 Zwei Samenkapseln von Zimmerazaleen. Diese sind aus zwei bestäubten Blüten entstanden und müssen etwa ein Jahr an der Pflanze Reifen.
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Bild 2 Ein keimender Sämling, 4 Wochen nach der Aussaat in 60facher Vergrößerung
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Bild 3 Ein keimender Sämling, 4 Wochen nach der Aussaat in 200facher Vergrößerung |
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Bild 4 Sämlinge nach ca. 8 Wochen in 10facher Vergrößerung, rechts unten im Bild der Rand eines Ein-Eurocent Stücks
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Bild 5 zeigt unsere Azaleensämlinge im Test zum Blühverhalten |
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Bild 6 eine Mutation von roten Blüten an einer Pflanze der mehrfarbigen Sorte G.Kint - auch eine Möglichkeit neue Sorten zu entdecken. |
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